Eröffnungsfeier der Werdohler Lenneplatte

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Am 17. Juli 2011 ist ein weiteres Klettergebiet im Sauerland feierlich eröffnet worden. Die Felswand in Werdohl, etwa 40 m breit und 25 m hoch, wurde in den letzten Monaten mit der Hilfe der Feuerwehr und der Stadt Werdohl deutlich aufgehübscht und mit neuen Kletterrouten versehen. So stehen jetzt 15 Kletterrouten mit einer durchschnittlichen Kletterlänge von 23 m zur Verfügung. Der Werdohler Bürgerstammtisch hat zudem 3 Bänke herstellen lassen, so dass in den Pausen Sitzmöglichkeiten genutzt werden können. Wer mit dem Fahrrad kommt, ein Fahrradständer gibt es auch. Zusätzlich hat der Werdohler Bürgerstammtisch Sponsoren gefunden, die den finanziellen Aufwand für das von uns verwendete Material an Haken und Kleber ersetzen. Und der Bürgerstammtisch hat die Eröffnungsfeier ausgerichtet und hat dazu das Jugendblasorchester organisiert. Für das alles gebührt den Werdohlern unser ganz herzliches Dankeschön.

Wie schon bei Eröffnungsfeiern üblich, war die Wetterprognose schlecht und rechts und links von Werdohl hat es auch geregnet. Aber an der Lenneplatte schien meistens die Sonne und es blieb bis zum Schluss trocken. So war es wieder ein tolles Treffen von über 200 Gästen, die den Kletterern interessiert zuschauten. Unter den Gästen waren auch Paul Steinacker von der IG-Klettern NRW und Annette und Frank Steinbach von der Sektion Lüdenscheid, die sich von dem Klettergebiet beeindruckt zeigten.

Bei den Grußworten durch Bürgermeister Siegfried Griebsch und Manfred Hoh, der treibenden Kraft beim Werdohler Bürgerstammtisch, wurde deutlich, dass der Funke des Kletterns auf die Stadt übergesprungen und der Klettersport dort angekommen ist. Jetzt können und wollen wir uns als ebenso gute Gäste den Werdohlern präsentieren.

An dieser Stelle nochmals mein herzliches Dankeschön an die Helfer beim Einrichten der Routen, vor allem an Karin Herbig und Martin Bock, die hier viel geleistet haben.

Herzlichen Gruß

Fritz Blach


Eröffnungsfeier am Scharpenbeul am 18. Juni 2011

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Liebe Freundinnen und Freunde der Klettersportregion Sauerland,

das Wetter hatte ein Einsehen und pünktlich um 14 Uhr lugte die Sonne hinter den letzten dicken Wolken hervor, und damit konnte die Eröffnungsfeier am Scharpenbeul beginnen. Zahlreiche Gäste konnte Manfred Blanke, Vorsitzender der ausrichtenden Sektion Gummersbach des Deutschen Alpenvereins, begrüßen. Herr Blanke zeigte sich erfreut über die neuen Klettermöglichkeiten und würdigte den Einsatz der vielen Helfer, die zur Schaffung der Kletterrouten beigetragen haben. Sebastian Balaresque, Vorsitzender des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen des Deutschen Alpenvereins, hob in seinem Grußwort hervor, dass Natur für die Jugend erlebbar bleiben müsse und dass Natur geschützt werden muss. Für beides lägen hier am Scharpenbeul die Voraussetzungen vor und Fritz Blach, Koordinator der Einrichtungsarbeiten, appellierte daher an die zukünftigen Nutzer des Klettergebietes, die Ruhe und die Schönheit hier im Wald nicht zu beeinträchtigen und damit den Naturcharakter nachhaltig zu sichern.

Die Sonne sorgte bald für ein vollständiges Abtrocknen der Felsen und rasch zog es die Klettersportler in die Felswand, interessiert beobachtet von den Gästen. Und auch ein Vertreter des Sportministeriums, Herr Frank Tusche, machte sich ein Bild von dem Projekt und fand die Rahmenvereinbarung Klettern & Naturschutz mit der Landesregierung hier gelungen umgesetzt. Auf allen Kletterrouten herrschte Betrieb und fast schien es so, dass sogar das große Banner in der Wand die Kletteraktivitäten bremste.

Für die Jugendlichen kam als Höhepunkt noch die Überreichung der Alpin-Kids-Abzeichen hinzu, das während einer Vielzahl von Prüfungen in der Jugendgruppe unter Leitung von Julia Koll seit Anfang des Jahres erworben werden konnte.
Als Stärkung gab es eine Vielzahl von leckeren Kuchen und Kaffee und als gegen 18 Uhr der Himmel wieder seine Regenlast loswerden musste, packten die Aktiven zufrieden ihre Kletterausrüstung wieder ein.

Später am Abend konnten dann im WDR-Fernsehen in der Lokalzeit Südwestfalen nochmals die packenden Kletterbilder von der Eröffnungsfeier betrachtet werden. Unter folgendem Link ist der gut gemachte Bericht noch für einige Zeit zu sehen:

http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/rueckschau/lokalzeit_suedwestfalen.xml

Vielen Dank nochmal an alle, die unser Projekt, in welcher Form auch immer, unterstützt haben.

Herzlichen Gruß

Fritz Blach


Klettergebiet am Scharpenbeul offiziell eröffnet

Die Klettersportregion Sauerland ist um eine neue Destination erweitert worden. Seit August 2010 ist der erste Sektor am Scharpenbeul zum Klettern freigegeben. Mehrere große Arbeitseinsätze waren nötig, um brüchiges Gestein zu entfernen und die Wand von Staub und Schotter zu befreien.

Arbeiten in der Wand

Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen: Bisher gibt es 12 neue Routen, die sehr abwechslungsreiche Kletterei an Kanten, Rissverschneidungen und Wänden ermöglichen. Hinzu kommt die ruhige Lage im Wald - sobald die Kettensägen der Waldarbeiter schweigen. Hier gibt es eine Gebiets- und Anmarschbeschreibung und ein vorläufiges Topo. Vor Ort informiert eine Tafel über die Verhaltensregeln. Im Internetportal www.dav-felsinfo.de gibt es weitere Informationen. Ganz wichtig ist, dass unten am Listersee geparkt wird und auf keinen Fall der Forstweg befahren wird. Die Jagdgenossenschaft sieht uns dort nicht so gerne und wird uns mit jedem Fehlverhalten bei der Forstbehörde anschwärzen.

Mit dem Autoanhänger zum Arbeitseinsatz

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Freiweilligen, die uns bei den Arbeitseinsätzen unterstützt haben. Selbst den weiten Weg z.B. aus Siegen, Hagen und Bochum haben die Kletterer nicht abgeschreckt, um uns zu helfen.


Müll sammeln im Naturschutzgebiet

Nicht nur die Natur nützen, sondern sie auch schützen. Diesem Motto hat sich der Deutsche Alpenverein verschrieben und am vergangenen Wochende auch in die Tat umgesetzt. Und weil es für den Deutschen Alpenverein sehr naheliegend ist, Felsbiotope zu schützen und zu pflegen, entschied sich die Jugendgruppe zu einer Aufräumaktion im Naturschutzgebiet „Auf dem Hahne“ in Finnentrop-Heggen. Hier war der Bereich um die Wilhehlmshöhle mit seinen imposanten Naturfelsen stark vermüllt und diese Verschandelung des Felsbiotops sollte so nicht bleiben.

Deshalb organisierte die Jugendleiterin Julia Koll einen Trupp aus fleißigen Kindern und Jugendlichen, kaufte eine Rolle blaue Mülltüten und schon ging es an das Einsammeln des Wohlstandsmülls. Dass es sich gelohnt hat, zeigt das Ergebnis: Einen ganzen Autoanhänger voll ergab die Sammlung, für deren Abtransport und Entsorgung der Bauhof der Gemeinde Finnentrop dankenswerter Weise sorgte.

Als Belohnung gab es für die Kinder anschließend heiße Würstchen und Käsebrötchen, ganz zünftig auf einem Campinggaskocher zubereitet. Und weil der Wettergott sich gnädig zeigte, nutzten die JDAV’ler die trockenen Felsen im benachbarten Unteren Elberskamp ganz ausgiebig zum Klettern, bis die Dunkelheit dem sportlichen Treiben ein Ende setzte.


Leitfaden Recht zum Klettern in der Natur

Klettern im Elberskamp

Wer in der Praxis mit der Betreuung von Klettergebieten oder Klettergärten befasst ist, wird manchmal mit Rechtsfragen konfrontiert, die zu Verunsicherungen darüber führen können, ob das eigene Handeln rechtens ist. Mit diesem Leitfaden legt die Kommission Recht des DAV eine Darstellung und Zusammenfassung der wichtigsten für die Ausübung des Klettersports maßgeblichen Rechtsfragen und deren Beantwortung vor.

Leitfaden Recht zum Klettern in der Natur [976 KB] (PDF)


Leitbild Klettern & Naturschutz in NRW

Kind beim Klettern - Eröffnungsfeier Steinschab

Für Nordrhein-Westfalen ist nun ein neues Leitbild für das Themenfeld Klettern und Naturschutz erschienen. Die Broschüre zeigt die Möglichkeiten auf, wie naturverträgliches Klettern auch in geschützten Teilen von Natur und Landschaft möglich sein kann und wo es bereits mit Erfolg umgesetzt wird. Die Strukturen zur Organisation der Felsbetreuung werden aufgezeigt, insbesonders die Arbeit der Arbeitskreise auf Kreis- oder Stadtebene und die Inhalte der konzeptionellen Tätigkeiten. Im Anhang befindet sich die Rahmenvereinbarung mit der Landesregierung, welche die Grundlage für die zukünftige Tätigkeit zur Erschließung und Betreuung der Klettergebiete bildet. Reich bebildert zeigt die Broschüre die Faszination einer Sportart, die erst durch die Erlebnisse in intakter Natur und Landschaft ihre ganze gesellschaftliche Bedeutung erfährt.

Leitbild Broschüre Klettern und Naturschutz NRW [1.633 KB] (PDF)


Arbeitseinsätze in dem neuen Gebiet am Listersee

Das sonnige und trockene Wetter im April hat es uns ermöglicht, bereits mehrere erfolgreiche Arbeitseinsätze im neuen Gebiet am Listersee durchzuziehen. Der alte Steinbruch, in dem früher Gestein für die Herstellung von Pflastersteinen abgebaut wurde, zeigt sich von einer äußerst spröden Seite. Tonnenweise müssen kleine und große Blöcke aus der Wand gehebelt werden. Manchmal sind es ganze Telefonzellen, die aus der Wand poltern und in einer großen Staubwolke am Boden zerbersten. Erfreulich ist dabei, dass darunter erstaunlich festes Gestein erscheint, sodass wir zuversichtlich sind, interessante Routen in festem Gestein zu bekommen. Beim letzten Arbeitseinsatz haben wir dann auch unseren Nachbarn kennen gelernt. Denn gleich neben den Felsen steht ein kleines Ferienhäuschen, wo bisher der Besitzer seine absolute Ruhe im Wald hatte. Hatte, denn mit dem Poltern der Steine ist schon ein schöner Geräuschpegel verbunden. Wir haben ihm aber versprochen, in Zukunft leiser zu brechen und vor allem nicht mehr laut loszujohlen, wenn beim Brechen wieder ein neuer Größenrekord aufgestellt wurde. Die Wand ist in 2 Sektoren unterteilt. Links ist eine leicht geneigte, ca. 14 m hohe plattige Wand, die sogenannte Plaisierwand. Diese wird rechts von der Fuchskante, eine unterbrochene stufige Kante, abgeschlossen. Rechts davon schließt sich die ca. 22 m hohe und etwa 30 m breite Fuchwand an, wo noch jede Menge Damoklesschwerter auf die Brechstangen warten. Jetzt sind wir aber erstmal auf die neuen Routen gespannt. Mal sehen, wer zuerst alle drauf hat und locker durchziehen kann. Übrigens, wir freuen uns über jede helfende Hand bei den Arbeiten, jeder ist willkommen..


Eröffnung des Klettergebiets Kapplerstein

v.l.n.r.: Vorsitzende der DAV-Sektion Hochsauerland Paul H. Steinacker, Stellvertr. Abteilungsleiterin aus dem NRW-Innenministerium Frau Erlenwein, Ortsvorsteher von Aue-Wingeshausen Herr Sonneborn, Stellvertr. Bürgermeister der Stadt Berleburg Waldemar Kiel, Vorsitzende des DAV-Landesverbandes NRW Heidi Cremer, Mitglied des Bundestages Willi Brase

Mit großer Beteiligung der Kletterer und der Bevölkerung fand am Samstag, dem 01. August 2009 die offizielle Eröffnung des Klettergebiets „Kapplerstein“ in Bad Berleburg - Aue-Wingeshausen statt. Nur ein paar Monate benötigte die Arbeitsgruppe um Marc Sonneborn, um 33 tolle Kletterrouten einzurichten. Doch der Reihe nach: Die ersten Berichte und Fotos von den Felsen ließen noch nicht ahnen, was sich hier an Kletterpotenzial verborgen hielt. Die Felsen sahen eher brüchig aus, die Grauwacke schien spiegelglatt, kaum Reibung versprechend. Vielleicht 5 oder wenn es hoch kommt 10 Kletterrouten, mehr gäbe es hier wohl nicht zu holen. Die Gespräche mit der Landschaftsbehörde und den Grundeigentümern, der Wittgensteinisch Berleburg‘schen Rentkammer, verliefen zügig und ab Anfang April legten die fleißigen Helfer los. In vielen Stunden mühsamen Aufräumens war schnell der Grundstein für das Einbohren der ersten Routen gelegt. Und als wenn eine reiche Goldader entdeckt worden wäre, entstand Route um Route, so dass am Ende über 30 interessante Klettertouren in festem und rauem Porphyr entstanden sind.

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Mit viel Lob bedachten die Grußworte der anwesenden Gastredner die geleistete Arbeit. Mit den Worten, „... hier wird dem Klettersport der ihm zustehende Raum gegeben...“, freute sich die stellvertretende Abteilungsleiterin aus dem Düsseldorfer Innenministerium, Frau Annemarie Erlenwein, mit den Klettersportverbänden. Auch Heidi Cremer, Vorsitzende des Landesverbandes des Deutschen Alpenvereins bedankte sich in ihrem Grußwort für die gute Arbeit und stellte heraus, dass die Förderung des Klettersports ein wichtiges Anliegen für den Deutschen Alpenverein sei. Paul Steinacker, dessen DAV-Sektion Hochsauerland zusammen mit der Sektion Siegerland sich stark für dieses neue Gebiet eingesetzt hatte, wünschte sich weitere Klettergebiete im Sauerland, um dem hohen Bedarf an wohnortnahen Klettermöglichkeiten nachzukommen.
(weitere Informationen unter www.dav-felsinfo.de)

Fritz Blach
04. August 2009


Nutzungsvertrag mit der Stadt Warstein

Einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zu einer Kletterregion Sauerland ist jetzt mit der Vertragsunterzeichnung mit der Stadt Warstein erreicht. Der ehemalige Steinbruch Hillenberg-West direkt am Stadtzentrum in Warstein soll jetzt auch zum Klettern genutzt werden können. Ein gleichlautender Vertrag wurde jetzt von Warsteins Bürgermeister Gödde, von Paul Steinacker für die IG-Klettern und von Fritz Blach für den Landesverband des Deutschen Alpenvereins unterzeichnet. Die Hillenberg-Wand wird ein herausragendes Gebiet für den anspruchsvollen Sportkletterer werden. Wandhöhen bis 50 m und absolut steiler und kompakter Kalk versprechen anspruchsvolle Kletterrouten und die ersten bereits eingebohrten Linien bestätigen dies. Daneben sollen aber auch Wandpartien mit leichteren Kletterrouten geschaffen werden, so dass ein breites Schwierigkeitsspektrum erwartet werden kann. Insgesamt werden 50-60 Kletterrouten erwartet, damit wird das Sauerland bald um ein weiteres attraktives Gebiet bereichert sein. Für die Einrichtungsarbeiten werden wie immer freiwillige Helfer gesucht, aber Spaß bei der Arbeit und das Treffen mit dem einen oder anderen alten Bekannten ist garantiert.


Borghauser Wand fast fertig eingerichtet

Im Sommer diesen Jahres haben die freiwilligen Helfer an der Borghauser Wand gute Arbeit geleistet. Als wir im November 2007 mit den ersten Aufräumarbeiten begonnen hatten, hätten wir nie daran geglaubt, bereits in einem Jahr das Gebiet so weit eigerichtet zu haben. Es sind jetzt 30 Kletterrouten fertig eingerichtet und auch der Wegebau ist abgeschlossen. Kletterrouten können vom 3ten bis zum 9ten Grad ausgewählt werden und überwiegend ist der Fels fest und zuverlässig.

Die aufgeschlossenen Kluftwände erlauben vielseitige und abwechslungsreiche Kletterstellen und die Route „Kalymnos“ kann sich durchaus mit ihren Schwestern auf der gleichnamigen Insel messen lassen. Lediglich der Zugang über den Waldweg scheint für manche schwierig zu finden sein. Wenn aber noch mehr Kletterer über den Zaun an der Bundesstraße klettern, wird uns bald eine Rechnung für den kaputten Zaun von der Straßenverwaltung ins Haus flattern.

Sobald im nächsten Jahr das Wetter wieder Arbeiten zuläßt, werden wir weiter an der Erschließung von Kletterrouten arbeiten, denn etwa 10 weitere Touren können noch eingebohrt werden. Danach wollen wir nochmal in einer großen Putzaktion die Routen von Staub befreien und danach kann der Klettergarten bestens vorbeitet in die Saison starten.


Pressemitteilung des DAV

Rahmenvereinbarung "Klettern & Naturschutz" unterzeichnet

Klettersport in der Natur auf Dauer gesichert
Umwelt- und Innenminister unterzeichnen Vereinbarung

Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung

Das Umweltministerium und das Innenministerium beschließen mit den Kletterverbänden Interessengemeinschaft Klettern und dem Deutschen Alpenverein eine Rahmenvereinbarung zum Klettern in den Felsarealen in Nordrhein-Westfalen. Hiermit wird die Grundlage geschaffen, in Zukunft mehr naturverträgliche Möglichkeiten zur Ausübung des Klettersports wohnortnah zu schaffen. Die Landesregierung und die Kletterverbände kommen darin überein, dass stillgelegte Steinbrüche, aber auch Felsareale in Naturschutzgebieten in Zukunft vermehrt für den Klettersport genutzt werden können. Dabei soll der Naturschutz nicht zu kurz kommen. Dafür sorgen vor allem Kletterkonzeptionen, welche die Interessen zwischen Naturschutz und den Anforderungen des Klettersports ausgewogen berücksichtigen.
Großer Wert wird auf ein ausreichendes Angebot an wohnortnahen Möglichkeiten zum Klettern gelegt. Damit können nicht nur Aufwand und Kosten durch lange Anfahrten in die Klettergebiete vermieden werden, es wird hier auch ein erheblicher Beitrag zur Reduzierung von klimaschädlichen CO2-Emissionen geleistet. Zudem wird für viele Jugendliche und junge heranwachsende Kletterer überhaupt erst die Ausübung des Klettersports ermöglicht. Hervorzuheben wären auch die Entwicklungschancen für den Tourismus, da die Felsgebiete oft in strukturschwachen Regionen liegen. In diesen Regionen ist der Tourismus oft ein entscheidender Wirtschaftsfaktor, der durch zusätzliche Attraktionen wie dem Natursport Klettern gestärkt werden wird.

Gruppenfoto zur Unterzeichnung

Die Kletterverbände sind der Landesregierung sehr dankbar, mit dieser Rahmenvereinbarung endlich eine solide Basis für zukünftige Kletterregelungen geschaffen zu haben. Leider haben sich die Naturschutzverbände dieser Vereinbarung nicht angeschlossen, was die Kletterverbände sehr bedauern. Wir möchten aber hervorheben, dass in den Sitzungen im Arbeitskreis sehr wohl die Bereitschaft der Naturschutzverbände für einen Kompromiss vorhanden war, der offensichtlich jedoch durch einige wenige, nicht zum Kompromiss fähige Hardliner verhindert worden ist. Der Deutsche Alpenverein und die Interessengemeinschaft Klettern hoffen jedoch, im Sinne von naturverträglichen Lösungen in Zukunft auf eine Zusammenarbeit mit dem Naturschutz.


Steinbruchwand zum Klettern freigegeben

Einen weiteren Meilenstein zu einer Kletterregion Sauerland können wir jetzt mit der Freigabe der Borghauser Wand in Finnentrop-Borghausen, ganz in der Nähe unseres Felsgebietes Unterer Elberskamp im Biggetal, verzeichnen.

Hier haben alle an einem Strick gezogen: der behördliche als auch der private Naturschutz haben hier ihre Zusage erteilt und ganz besonders angenehm war auch der Kontakt zu dem Besitzer der Grundfläche, dem Freiherrn von Plettenberg aus Bamenohl. Der Nutzungsvertrag ist unterzeichnet und die ersten Aufräumarbeiten haben bereits stattgefunden. Jetzt warten wir nur noch auf besseres Wetter, um die ersten Routen einbohren zu können.

Die Wand ist etwa 80 m breit und zwischen 20 und 25 Meter hoch und wir versprechen uns ca. 30 Routen in festem Kalkgestein. Da überwiegend Kluftwände aufgeschlossen sind, versprechen wir uns äußerst interessante Kletterrouten bei überwiegend sehr guter Felsqualität.


Eröffnungsfeier am Steinschab bei Hallenberg

Bericht von Fritz Blach

Am 19. August war es endlich soweit: Das neue Klettergebiet am Steinschab wurde feierlich eingeweiht. Für den, der nicht dabei sein konnte, hier ein paar Eindrücke von dem Fest:

Eröffnungsfeier Steinschab

Das Wetter war uns wohl gesonnen, der Samstag startete mit strahlend blauem Himmel und als wir so gegen 13 Uhr am Steinschab eintrafen, waren zwar ein paar Wölkchen am Himmel, aber das Wetter spielte bis zum Ausklang der Feier gegen 19 Uhr bestens mit. Positiv überrascht waren wir von der guten Resonanz bei den Hallenbergern und bei den Kletterern.

Schätzungsweise 200 bis 250 Interessierte verfolgten gespannt die Grußworte der Ehrengäste. Frau Erlenwein, Ministerialrätin im Inennministerium, machte uns große Hoffnung, als sie in ihrem Grußwort davon sprach, dass die Landesregierung an Klettermöglichkeiten in den Naturfelsgebieten interessiert sei. Grußworte kamen auch vom Landtagsabgeordnetnen Hubert Kleff, dem stellvertretenden Landrat Schäfer sowie Hallenbergs Bürgermeister Kronauge.

Paul Steinacker, dem wir als Initiator und Motor der Kletterarena viel zu verdanken haben, konnte mit seiner bekannten mitreißenden Art seine volle Begeisterung auf die anwesenden Kletterer übertragen. So waren die Kletterer nicht mehr zu halten, als beim symbolischen Startschuss, dem Durchschneiden einer Reepschnur, gleichzeitig 7 oder 8 Seilschaften in die Routen einstiegen.

Schätzungsweise gute 40 Kletterer waren anwesend und hatten alle Hände voll zu tun, die scharenweise andrängenden Hallenberger Kinder zu sichern. Dazu spielte das Jugendblasorchester Hallenberg und es herrschte eine wunderbare Stimmung!

Deshalb möchte ich an dieser Stelle nochmals meinen ganz herzlichen Dank an die vielen Helfer richten. An alle, die mit Hacke und Schüppe angerückt sind und bei jedem Wetter schwere Arbeit geleistet haben.

An alle, die beim Einbohren der Routen und beim besonders mühseligen Montieren des Steinschlagzaunes geholfen haben. Dank nochmals an die Stadt Hallenberg, die uns das Gelände unentgeldlich zur Verfügung gestellt hat und so eine tolle Eröffnungsfeier organisiert und mit uns zusammen gefeiert hat. Dank an die Klettersportgruppe und Sektion Siegerland, welche durch die Übernahme der Felspatenschaft und des Sicherns bei dem Schnupperklettern viel Engagement gezeigt hat.

Hiermit möchte ich der Hoffnung Ausdruck verleihen, dass dieser gelungene Startschuss in Hallenberg auch als gelungener Auftakt
für die Kletterarena Sauerland zu sehen ist, um deren Verwirklichung wir weiterhin bemüht sind und zu der wir noch viele tatkräftige Helfer benötigen.


Vertragsunterzeichnung Meisterstein

Im Sauerland fand nun auch die Unterzeichnung des Gestattungsvertrages mit Astrid Spoorenberg und Dolf Nijssen, den Besizern des Steinbruches am Meisterstein statt. Damit ist der Weg für eine klettersportliche Nutzung des Felsgebietes frei. Jetzt gilt es in den nächsten Monaten, die Felsen zu sichern und Routen einzurichten.

Bei mehreren Arbeitseinsätzen ist mit den Arbeiten schon begonnen worden und weitere Arbeitseinsätze, wozu noch Helfer benötigt werden, sollen noch bis zum Wintereinbruch folgen, so dass im nächsten Jahr der Steinbruch klettersportlich genutzt werden kann.

Da wir uns die Nutzung des Geländes mit den Besitzern teilen, Dolf und Astrid führen dort Managerkurse durch, sind wir verpflichtet, uns bei eigenen Veranstaltungen mit den Besitzern abzustimmen. Näheres dazu wird in einer Kletterregelung festgelegt werden, welche wir hier auf unserer Website noch bekannt geben werden.

Um Missverständnissen vorzubeugen:
Im Moment ist ein Klettern dort noch nicht möglich, da einerseits die Routen noch nicht eingerichtet sind und auch die Kletterregelung noch geschaffen werden muß!

Jedoch für den Frühsommer im nächsten Jahr können wir mit dem offiziellen Kletterstart für das Gebiet rechnen. Sehr dankbar sind wir Astrid und Dolf, dass sie uns mit dem Meisterstein einen weitere schöne Möglichkeit zum Klettern zur Verfügung stellen.


Vertragsunterzeichnung am Steinschab

Nachdem im Mai und Juni diesen Jahres die Einrichtungsarbeiten am Steinschab durchgeführt wurden, konnte jetzt am 30. Juni 2006 die Vereinbarung zum Klettern, welche mit der Stadt Hallenberg als Eigentümerin ausgehandelt wurde, bei strahlendem Sonnenschein direkt am Steinschab unterzeichnet werden.

Bürgermeister Michael Kronauge, der den Vertrag für die Stadt Hallenberg unterzeichnete, freute sich über den schnellen Ablauf des Projektes, das vor einem Jahr mit den ersten Besprechungen mit den Kletterverbänden begann.

Paul Steinacker (IG-Klettern-NRW), bedankte sich bei der Stadt Hallenberg für die Bereitstellung des Steinbruchgeländes und für die tatkräftige Unterstützung, vor allem für die Bereitstellung von schwerem Gerät für die Einebnung des losen Gerölls am Wandfuß.

Fritz Blach (DAV-Landesverband NRW) wies auf den gelungenen Kompromiß zwischen Klettern und Naturschutz hin. So sei der obere Teil des Steinbruchgeländes aus Vogelschutzgründen vom Klettern ausgenommen worden.

In ein paar Wochen soll die Felswand in Rahmen einer Eröffnungsfeier zum Klettern freigegeben werden, zuvor sollen aber noch weitere Kletterrouten eingerichtet werden..


Klettergebiet Steinschab bei Hallenberg

Was lange währt, wird endlich gut. Nach vielen Jahren des absoluten Stillstandes tut sich wieder was im Hochsauerland. Nachdem Anfang der 1990-er Jahre die Bruchhauser Steine komplett dicht gemacht wurden, ist jetzt mit dem Steinbruch „Steinschab“ bei Hallenberg ein neues Klettergebiet im Entstehen. Bei mehreren Arbeitseinsätzen durch freiwillige Helfer aus den Reihen der IG-Klettern und des DAV können bald die ersten Routen auf den Steinschabplatten beklettert werden. Wegen der starken Verwitterungszone im Felskopfbereich musste hier der gesamte Felskopf mit Maschendrahtzaun überspannt werden, was den Aktiven große Kopfschmerzen bereitet hatte. Zudem waren in der Wand größere lockere und brüchige Felspartien, welche ein gefahrloses Klettern nicht ermöglicht hätten und daher beseitigt werden mussten. So ganz nebenbei liefen auch die Aufnahmen für eine Reportage des WDR-Fernsehens, die gerne von den Arbeitseinsätzen berichten wollten.

In dem neuen Klettergebiet werden vor allem Anfänger auf ihre Kosten kommen. Die stark geneigten Platten versprechen relativ einfache Routen, zudem sollen die Sicherungshaken in einem den Bedürfnissen von Anfängern gerechten Abständen gesetzt werden. Allerdings werden auch einige Touren mit längeren Hakenabständen ausgestattet werden, um eine Steigerung der Schwierigkeiten zu bieten.

Auch für Kletterkurse wird sich das Gebiet besonders gut eignen, da bekanntlich die Trittschulung neben der Sicherungstechnik das wichtigste Element bei Anfängerschulungen darstellt. Daher schon einmal an dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Stadt Hallenberg, vertreten durch Bürgermeister Kronauge, die als Eigentümerin dieses Gebiet zum Klettern bereit gestellt hat.


Kletterarena Sauerland

Mit den Landtagswahlen in NRW im vergangenen Jahr hat auch eine neue Landesregierung seine Arbeit aufgenommen. Die Kletterverbände hatten sich daher viel versprochen, was den Umgang mit der restriktiven Sperrungspolitik in den Klettergebieten in NRW betrifft und hat neue Anstrengungen zur Verbesserung der Klettermöglichkeiten unternommen.

Im Hochsauerland hat dies nun mit Unterstützung der Touristikverbände zu der Idee geführt, ähnlich der Wintersportarena Hochsauerland ein adäquates Gegenstück im Klettersport zu kreieren. Dabei wurde dann die Idee einer Kletterarena Hochsauerland geboren.

In dieser Kletterarena sollen bekannte, aber bisher gesperrte Klettergebiete wie die Bruchhauser Steine, aber auch neue Klettermöglichkeiten in aufgelassenen Steinbrüchen zu einem großen Klettergebiet zusammen gefasst werden. Diese Idee stieß bei den betroffenen Städten im Hochsauerland und bei den Kletterverbänden (dem Deutschen Alpenverein und der IG-Klettern) auf große Resonanz.

Die Platten am Steinschab

Schnell fand man auch geeignete Steinbrüche wie der Steinschab bei Hallenberg oder Meisterstein und Iberg bei Siedlinghausen. Zuerst wurde der Steinschab geologisch auf seine Tauglichkeit zum Klettern hin untersucht. Hierbei erwies sich vor allem der untere Plattenaufschluss als besonders für Kletterkurse und Jugendarbeit geeignet . Daraufhin wurde dieses Projekt im Rat der Stadt Hallenberg beraten, wobei die Kletterverbände ihre Konzeption zum naturverträglichen Klettern im Steinschab vorstellen durften. Daraufhin hat die Stadt Hallenberg bei der Unteren Landschaftsbehörde des Hochsauerlandkreises den Antrag auf die Befreiung von den Verboten des Landschaftsplanes gestellt und mittlerweile ist diesem Antrag auch schon im Landschaftsbeirat stattgegeben worden.

Die Platten eignen sich zur Trittschulung

Zeitgleich sind im Umweltministerium Gespräche zu dem Anliegen der Kletterverbände geführt worden, da vor allem die Bruchhauser Steine als ein im Landesbesitz befindliches Gebiet der Zustimmung aus Düsseldorf bedarf. Dabei konnte erreicht werden, dass für die Bruchhauser Steine eine Machbarkeitsstudie durch ein renommiertes Natursportinstitut erstellt werden soll, welches die Anforderungen der Naturschutzgebiete mit der Kletterkonzeption vereinbaren soll. Als Grundlage dient das vor zwei Jahren erstellte Gutachten zur Flechten – und Moosvegetation an den Bruchhauser Steinen. Weiterhin wurde mit dem Umweltministerium eine Rahmenvereinbarung zum Thema „Klettern & Naturschutz“ auf Landesebene ins Auge gefasst, welche noch in diesem Jahr verabschiedet werden soll.

Nicht zuletzt hat die Anerkennung des DAV als Naturschutzverband im vergangenen Jahr dazu beigetragen, dass das „Sanfte Klettern“ auch im von Kletterverboten gebeutelten Nordrhein-Westfalen nun anscheinend eine Chance erhält. Tun wir alle unser Bestes, um hierzu beizutragen.

Paul Steinacker erklärt das Gebiet