Autor: Martin Bock

Bilder von Dany Robeck-Weng und Fritz Blach

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Die Vorzeichen für unseren gemeinsamen Urlaub standen nicht besonders gut, da zu dieser Zeit eine Magen-Darm- Grippewelle über Deutschland rollte und alle Teilnehmer dieses Ereignisses auf die Toiletten verbannte.
So waren auch wir, zumindest teilweise, zu unfreiwilligen Zusatzsitzungen gezwungen, aber pünktlich am Abfahrtstag erklärten sich alle für gesund. Danny versprühte wohl eher Zweckoptimismus, da sie im medizinischen Sinne noch als infektiös gelten musste, was ihre gute Laune aber nicht beeinträchtigte. Im Flieger ging auch alles gut, so dass wir tatsächlich glaubten der Gefahr entronnen zu sein, was sich aber als Irrtum herausstellen sollte.

In Marrakesch angekommen suchten wir erst einmal den Schalter unserer Mietwagenfirma. Wie sich schnell herausstellte standen wir schon davor. Wir mussten eine Kaution hinterlegen, dann noch einmal 65 Euro für den vollen Tank (der natürlich nur halb voll war) und beim herausfahren noch die Parkgebühren bezahlen. Die Autos hatten einige Beulen und zig Kratzer was aber die Mietfirma nicht im Geringsten interessierte. Dann ging es ab in den Verkehr Richtung Hotel und Innenstadt. Sehr schnell wurde uns klar, dass auf zweispurigen Fahrbahnen auch bis zu vier Autos nebeneinander passten. Das Radfahrer, Eselskarren, Mopeds, Fußgänger und Lkw sich die Straße problemlos teilen können und ein Stau trotz scheinbarem Chaos nicht entstehen muss. Aber wie findet man in diesem organisierten Chaos das Hotel? Unsere ratlosen Blicke schienen Bände zu sprechen, jedenfalls fand sich sofort eine Gang, die uns hilfreich zur Seite stehen wollte. Ihr Aussehen wirkte selbst hier nicht Vertrauen erweckend. Aber wir brauchten einen Ortskundigen. Kurz darauf schien alles gelöst, nur das Hotel hatte leider keinen eigenen Parkplatz. Da wusste unser Gang-Führer sofort wieder Rat. Er stieg in eines der Autos mit ein, um uns eine Parkmöglichkeit zu zeigen. Erst begann alles ganz harmlos, bis er uns von der falschen Seite aus in eine Einbahnstraße schickte. Mein Aufschrei, das dies selbst in Marokko mit Sicherheit verboten sei brachte ihn vollends in Hochform. Es stachelte ihn nur dazu an, mit Füßen und Händen gestikulierend, die uns in Dreierreihen entgegenkommenden Fahrzeuge zu ignorieren und wir sollten nur ganz rechts fahren, dann ginge schon alles gut. Dann nach 100 Metern zeigte er, dass wir quer über die Strasse nach links abbiegen sollten. Uns blieb nichts anderes mehr übrig und tatsächlich glückte uns die James Bond reife Leistung ohne irgendeinen Zwischenfall, was wohl eher an den Fahrkünsten der uns entgegenkommenden Marokkaner lag. Endlich kam dann der versprochene Parkplatz. Nach kurzer Verschnaufpause stürzten wir uns wieder in das Getümmel der Verkaufsbuden, Garküchen, Gauklern und Wahrsagern, die mit erstaunlich gut erhaltenen Zähnen würfelten um einem die Zukunft zu deuten. Es war Orient pur und die Eindrücke fielen über unsere mitteleuropäischen Sinne in einem Ausmaß her, dass wir glaubten, jeden Moment in Diesen zu ertrinken.

Nachdem wir am anderen Morgen in einem Cafe gefrühstückt hatten holten wir unsere Autos wieder ab und wollten in Richtung Ouarzazate über den Hohen Atlas fahren. Aber so leicht kamen wir aus Marrakesch nicht heraus. Die Beschilderung war für uns alles andere als leicht zu finden geschweige denn zu lesen. So kam es wie es kommen musste: Wir schauten überall hin auf der Suche nach einer lesbaren Beschilderung, nur nicht auf die Ampel, die irgendwie auch gar nicht in dieses Chaos passen wollte. Fritz voraus, den wir natürlich nicht verlieren durften und der es noch gerade so bei Gelb schaffte, fuhren wir schon bei Rot über die Kreuzung. Sofort ertönte eine Trillerpfeife eines Polizisten der wie aus dem Boden gewachsen schien. Was tun? Ich rief zu Charly halt an und Martina rief fahr weiter. Die sehr hilfreiche Kommunikation lockerte bei Charly nur das rechte Fußgelenk mit der Folge dass er abbremste und wir nun der Obrigkeit die sich mit erhobenem Zeigefinger auf uns zu bewegte ausgeliefert waren.

Was tun? Keiner von uns konnte so gut französisch das wir unser Verhalten hätten erklären können und der Ordnungshüter sprach weder deutsch noch englisch. Die Situation wurde brenzlig, denn am Tonfall des Polizisten meinte ich zu erkennen, dass er uns nicht ohne weiteres ziehen lassen wollte. Ich entschied mich zum Frontalangriff. Ich stieg aus und erklärte in bestem Hochdeutsch und stark gestikulierend wie verzweifelt wir nach dem Weg suchen würden und dabei leider die Ampel übersehen hätten. Der Polizist verstand nun seinerseits kein Wort mehr, war aber ratlos was man wohl mit solchen Touristen machen sollte. Dann entschied er sich tatsächlich zu kapitulieren und ließ uns mit der Bemerkung „Attention“ einfach weiterfahren. Kurz darauf fanden wir doch noch den richtigen Abzweig, der uns aus der Stadt herausführte.

Die Fahrt in die Todhra-Schlucht war lang verlief aber ohne weiteren Zwischenfall. Die Sonne stand schon sehr tief als wir von der Hauptstraße in die Schlucht abbogen. Aber dann kam er endlich, der Ort der Begierde. Hinter einer Palmenoase ragten die Felswände mehrere hundert Meter hoch steil in den Himmel. Tief unten floss ein klarer, starker Fluss durch die Oase. Je näher wir kamen, desto enger rückten die Wände zusammen. Als wir dachten, dass es nicht mehr weitergehen würde tauchte unser Hotel Yasmina auf, kurz vor der engsten Stelle der Schlucht, die nur gut 10 Meter auseinander lag.

Wir bekamen der Reihe nach wieder Durchfall und es war nicht wirklich toll, auf die allgemeinen Toiletten gehen zu müssen, die überhaupt nicht unseren Vorstellungen von der porentiefen Reinheit entsprachen. Besonders schwierig gestaltete sich die Suche nach einer brauchbaren Toilette nachdem eine riesengroße Feier durch Einheimische stattgefunden hatte und diese tatsächlich alle Klos zugeschissen hatten. Anders kann man den Zustand nicht bezeichnen. Die Brühe lief einem schon am Fußboden entgegen. Aber da wir ja Kletterer waren packten wir unseren Rucksack und zogen Richtung Felsen.

Und hier war wieder alles gut. Der Fels war ein Traum! So fest, so rau, so steil und so griffig. Die Routen waren gut abgesichert und hier und da half so mancher Friend oder Klemmkeil, die Hakenabstände für die Psyche zu verkürzen. Das Essen war in Ordnung, nur vertrugen wir einer nach dem anderen keine größeren Mengen mehr, da wir uns zu den Toilettengängen abwechselten. Nur Dany blieb davon verschont?!! Dieses Phänomen hielt bis zum Schluss an. Fritz verlor jetzt zu allem Überfluss auch noch eine Krone aus einem Zahn, die er Gott sei Dank nicht herunterschluckte! Er bekam auch keine Zahnschmerzen, was für ihn gut war, uns aber eine Attraktion weniger bescherte, da wir alle gerne gesehen hätten wir der Gaukler zu seinen Zähnen kommt.

Fritz hatte Geburtstag und wollte eine richtig lange und schwere Tour klettern. Der Kletterführer den wir vor Ort gekauft hatten war zwar gut, aber in der Routenbestimmung brauchte man doch einiges Geschick was wir an diesem Tag leider nicht bewiesen. Zudem war Fritz mit Magenbeschwerden dran. Wir entschieden uns für einen Pfeiler der 6a sein sollte. Alles sah nicht wirklich einladend aus. Fritz ging vor und jetzt wurde alles noch übler. Es war dreckig und brüchig, schon zum ersten Haken war es äußerst schwierig. Fritz kämpfte sich bis zum Stand und holte uns dann nach. Ich wusste teilweise nicht wie er diesen grifflosen üblen Riss im Vorstieg hochgekommen war. Am Stand hatten wir unser altes Problem wieder, er war völlig zugeschissen, nur diesmal durch Vögel. Der weitere Weg sah noch schwieriger aus und wir waren uns einig, das wir falsch waren. Später stellte sich heraus dass die Route 6c war und deutlich schwerer sein sollte. Wir seilten ab. Fritz war entnervt und wegen seiner Magenprobleme wollte er keinen weiteren Versuch an anderer Stelle wagen.

Plötzlich bekamen wir Besuch von einem kleinen Jungen Namens Said, der gerade mal 6 Jahre alt war und auf seine Ziegenherde aufpassen musste. Die Verständigung ging mit Händen und Füßen, gelang aber ganz gut. Er war sehr am klettern interessiert und zeigt uns kurzerhand was er so alles ohne Seil konnte. Wir überlegten was wir ihm schenken könnten. Martina gab ihm ein Stück Seife, was er auch tatsächlich nach Anweisung benutzte und dann fanden wir am Flussufer ein paar neue Socken, die jemand vergessen haben musste, die ihm aber genau passen könnten. Wir gaben sie ihm und er strahlte über das ganze Gesicht. Er wollte die alten Socken ausziehen, bekam sie aber nicht herunter, obwohl eigentlich nur noch Löcher zu sehen waren. Sie klebten fest, durch Staub und Dreck und wurden durch andere, undefinierbare Dinge festgehalten. Endlich gelang es ihm doch und wir konnten ihn überreden sich erst die Füße zu waschen und dann die Socken anzuziehen. Dieses Erlebnis ist uns allen sehr nahe gegangen. So eine aufrichtige Freude wegen ein paar Socken!

Nachdem unsere Hände inzwischen Auflösungserscheinungen wegen des rauen Felsens zeigten kam jemand auf die Idee, doch weiter in die Schlucht hereinzufahren, es sollte auch eine geteerte Straße geben. Leider war nach dem letzten Regen ein Grossteil der Straße weggerissen und nur notdürftig für unsere kleinen Autos befahrbar, aber es ging und so fuhren wir bis zum nächsten Dorf. Auf den entlegendsten Straßen erschienen plötzlich Menschen sobald man anhielt. Wir suchten uns ein nettes Lokal aus. Der Besitzer sagte, dass es eine Salzmine in der Nähe gebe und es sich lohnen würde sie zu besichtigen. Inschallah – so Gott will sagten wir und verabschiedeten uns.

Ein paar Tage später wollten wir uns die Salzmine doch noch ansehen. Schlimmstenfalls war sie uninteressant, aber wir hätten einen Ausflug ins Gebirge gemacht. Also ging es mit den beiden Autos zu Brahim, der sich freute, denn schließlich war es für ihn auch eine Zusatzeinnahme als Führer. Der Weg führte uns zunächst über die jetzt gut erhaltene Straße ein Stück ins Gebirge, das nun eher an das Hochland von Tibet erinnerte. Hinter dem nächsten Dorf gab es eine Flussdurchfahrt. Fritz fuhr voraus und passierte die Furt problemlos. Wir also langsam hinter her und es schien auch alles gut zu gehen, bis wir an den Punkt kamen wo wir aus der Furt wieder auf die Straße kamen. Das Auto ging vorne nur leicht hoch wir rollten wieder auf die Teerstraße und der Motor ging aus. Mir schwante nichts Gutes. Aber das Auto wollte trotz mehrerer Versuche nicht mehr anspringen. Also mussten wir aussteigen. Im nu war alles voller Kinder die sich das Schauspiel nicht entgehen lassen wollten. Wir machten die Motorhaube und den Kofferraum auf, suchten nach Werkzeug und stellten fest, dass wir keines im Auto hatten. Überall lief Wasser raus und ein Blick unter das Auto ließ unsere Befürchtungen zur Gewissheit werden. Der Luftansaugschlauch hatte an der tiefsten Stelle ein dickes Loch. Drei englische Motorradfahrer kamen vorbei und hatten glücklicherweise Werkzeug mit. Schnell war der Luftfilter draußen und wir mussten ihn erst einmal ordentlich auswringen! Er war klatschnass. Mit Toilettenpapier, was wir ja immer dabei hatten, trockneten wir den Ansaugschlauch. Nach ca. einer Stunde sprang der Wagen tatsächlich wieder an, wenn er auch nicht mehr ganz rund lief. Aber jetzt zurück? Danny und Martina hatten in der Zwischenzeit zur Kinderbelustigung beigetragen indem sie Bilder aus dem Marokkoführer zeigten. Keines der Kinder bettelte, da die technischen Probleme die gesamte Aufmerksamkeit auf sich zogen. Wir waren zum Glück mit zwei Wagen unterwegs und die Straße war gut, so entschieden wir uns für die Weiterfahrt. Das Auto zog zwar keinen Hering mehr vom Teller, aber es fuhr. Nach 200 Metern bogen wir nach links ab und die Teerstraße war zu Ende – Klasse!

Jetzt kamen übelste Pisten. Aus straßentechnischer Sicht glich die Geschwindigkeit eher einem flotten Spaziergang und die aufgetauchten Kinder hatten auch kaum ein Problem, mit uns Schritt zu halten. Die Scheiben waren nach kurzer Zeit von staubigen Händen beschmiert und immer wenn wir dachten wir hätten sie abgehangen tauchten sofort wieder Neue auf. Irgendwann ging aber selbst auf der Piste für unsere Autos nichts mehr, nachdem der erste Wagen an einem kleinen Bach nur noch auf zwei Rädern stand, vorne eins und hinten eins, entschieden wir uns, die Wagen stehen zu lassen und zu Fuß weiter zu gehen. Es ging jetzt noch ca. eine Stunde zu Fuß weiter und wir glaubten schon nicht mehr so recht an die Mine als sie dann doch noch auftauchte. Eigentlich hatten wir uns unter einem Bergwerk etwas anderes vorgestellt. Es standen mehrere Esel vor einem Höhleneingang, das war erst einmal alles. Dann erschienen die Arbeiter und begrüßten uns herzlich. Wir zogen unsere Stirnlampen an, denn Strom zur Beleuchtung gab es nicht. Die Arbeiter gingen Trittsicher in die Dunkelheit teilweise ohne Schuh und Lampe. Es ging sehr steil hinunter und neben dem schmalen Pfad konnte man nur ahnen wie weit es bis zum Boden war. Die Lampen reichten nicht aus. Es gab mehrere von Hand ausgehauenen Gänge und große Höhlen. Sieben Euro war ihr Tagesverdienst für gut 10 Stunden Arbeit. Ein Sack voller Salzsteine wog 60 kg den sie zu Fuß an Tageslicht beförderten. Dann kamen zwei Säcke auf einen Esel und es ging zu Fuß zum Ort wo sie das Salz lagerten, bis genug zusammen kam, dass es sich lohnte, einen Lkw zu beladen.

Zurück im Hotel Yasmina mussten wir eine Lösung für das defekte Auto finden. Wir trauten ihm nicht noch den Rest unseres Urlaubs zu. Wir riefen die Verleihfirma an und mit Hilfe des Hotelpersonals, die eindeutig die Sprache besser beherrschten, verständigten wir uns auf einen Fahrzeugtausch. Anderen Tag wurde uns tatsächlich anstandslos ein Ersatzfahrzeug gebracht. Es konnte also weiter in Richtung Sahara gehen. Bei den sehr schmalen Straßen, auf denen zwei Wagen nicht aneinander vorbei fahren konnten, ohne auf den unbefestigten Seitenstreifen ausweichen zu müssen, war es immer ein Kräftemessen, wer zuerst auf die Bremse ging um auszuweichen. Da wir unbedingt einen Unfall vermeiden wollten verloren wir regelmäßig.

Es wurde zunehmend dunkler und damit immer schwieriger zu fahren. Die meisten Radfahrer und viele Mopeds waren unbeleuchtet. Zudem liefen Fußgänger am Straßenrand und hier und da erschienen Eselskarren im Scheinwerferlicht. Endlich erreichten wir den Ort Erfoud. Aber das von uns ausgesuchte Hotel war geschlossen und schon waren sofort hilfreiche Seelen zur Stelle die uns natürlich uneigennützig Rat erteilen konnten. Nach einem ausgiebigen und leckeren Frühstück sollte es am anderen Morgen weitergehen. Jetzt am Tag sahen wir, dass sich die Landschaft deutlich verändert hatte. Es gab nur noch in der Ferne Berge und wir fuhren durch grüne Oasen den riesigen Sanddünen entgegen.

Da noch keiner von uns auf einem Kamel gesessen hatte wollten wir alle eine Kameltour machen. Unser Herbergsvater wusste Rat und so waren kurze Zeit später fünf Dromedare (keine Kamele) gesattelt. Der Ritt stellte sich zwar als harmlose geführte Tour heraus, aber es war dennoch herrlich, sich auf den Tieren durch die Dünenlandschaft zu bewegen. Jetzt bekam Charly erhebliche Magendarmbewegungen und sein Kreislauf spielte nicht mehr mit. Wir hielten, die Tiere, und auch Charly legten sich in den Sand. Nach Kreislauf stabilisierenden Maßnahmen konnten wir ihn seinem Schicksal überlassen und erstiegen noch eine Düne. Ein herrlicher Anblick bot sich uns. Unter uns die Tiere und Charly, in einiger Entfernung die Oase und sonst nur eine Sanddüne nach der anderen. Dann ging es wieder zurück.

Nun ging es weiter nach Zagora, einer Oasenstadt weiter im Westen. Die Fahrt über eine Nebenstraße war lang. Anscheinend kamen hier nicht mehr viele Touristen vorbei. Die Dörfer wurden seltener und hier und da standen Zelte von Nomaden die mit ihren Ziegenherden zogen. Dann kam uns eine riesige Herde Dromedare entgegen, bestimmt an die 150 Stück. Als wir die Hauptstraße wieder erreichten sahen wir am Horizont einen Sandsturm. Je näher wir kamen desto unwirklicher erschien uns der Himmel. Schließlich verschwand die Sonne hinter einer trüben Wand aus feinstem Sand der alles durchdrang. Nach einigem Suchen, fanden wir dann doch noch ein Hotel. Es war für uns das Beste und Komfortabelste in diesem Urlaub, mit Pool und eigener Hausbar. Wir mussten nun wieder in Richtung Marrakesch, denn unsere Zeit ging dem Ende zu.

Ja und dann waren wir wieder dort. Dieses Mal wollten wir in ein anderes Hotel, das Zentral am „Platz der Geköpften“ liegen sollte. Natürlich verfuhren wir uns sofort wieder und mussten drehen. Gesagt, getan! Wir wendeten auf der fast leeren Straße mit den Wagen. Doch wie beim ersten Mal standen wir jetzt in der falschen Fahrtrichtung. Plötzlich erschienen auf der gerade noch leeren Straße (anscheinend gab es irgendwo eine Ampel) mehrer Wagen nebeneinander die auf uns zufuhren. Aber das waren wir ja schon gewohnt. Also erst mal ruhig bleiben (wie gut, dass ich nicht fuhr). Dann bot sich eine Lücke und wir huschten mit beiden Autos hindurch und waren wieder auf der richtigen Spur. Jetzt sahen wir auch unser Hotel mit eigenem Parkplatz – alles war gut.

Wir kauften noch Souvenirs, schossen zig Fotos und dann war unser Urlaub leider auch schon vorbei. Die Kontrollen am Flughafen waren mehr als lasch, obwohl sich wenige Tage vorher in Casablanca ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt hatte.

Und dann hatte uns - Dany, Martina, Charly, Fritz und Martin - Europa wieder; inzwischen war auch in Deutschland die Magen-Darm-Grippe zu Ende gegangen, so dass wir ohne Sorgen einreisen konnten.