Die Borghauser Wand ist ein klassisches Sportklettergebiet im Lennetal bei Borghausen und gehört zu den vielseitigsten Felszielen im Sauerland. Die Wand erstreckt sich über eine Breite von rund 80 Metern und erreicht Höhen zwischen etwa 14 und 27 Metern. Der Kalkfels bietet kompakte, abwechslungsreiche Kletterei mit Platten, senkrechten Passagen und steileren Sektoren, die sowohl sportlich orientierte Kletterer als auch Einsteiger ansprechen.

Schwierigkeiten & Routen
An der Borghauser Wand sind insgesamt rund 50 bis 60 Routen eingerichtet mit einem breiten Spektrum von einfachen Wegen im UIAA 3–4 über viele klassische Routen im mittleren Bereich (UIAA 6–7) bis zu technisch anspruchsvollen Linien im obereren Bereich (UIAA 8–9-). Der Schwerpunkt liegt dabei im soliden Sportkletterbereich, wodurch sowohl Einsteiger als auch fortgeschrittene Vorsteiger passende Herausforderungen finden.

Charakter & Besonderheiten
Die Wand teilt sich in mehrere Sektoren: einen überhängenden linken Bereich mit steileren Routen, einen senkrechten Mittelsektor und einen leichter geneigten rechten Wandteil. Der rechte Abschnitt bietet auch einige einfache Routen, während die anderen Sektoren vor allem technisch und kraftbetont sind. Durch die moderate Wandhöhe und die zahlreiche gut abgesicherte Sportkletterlinien eignet sich die Borghauser Wand gut für Trainingsausflüge und Gruppen, für Jugendklettern und zur Ausbildung im Fels.

Anfahrt & Parken
Das Gebiet liegt im Lennetal bei Borghausen (Lennestadt), gut über die Bundesstraße 236 erreichbar.

  • Parkmöglichkeit: Am gebräuchlichsten ist der Parkplatz in der Repetalstraße kurz vor dem Bahnübergang. Bitte nicht am Kreisverkehr oder in Zufahrten parken, um Rettungswege und Durchfahrten freizuhalten.

  • Zustieg: Vom Parkplatz aus führt ein kurzer Fußweg über einen Waldpfad und nach Überquerung der B236 in den Wald hinein. Nach etwa 8–12 Minuten gelangt man entspannt zur Wand.

Sicherheit & Verhalten vor Ort
Wie bei allen unseren Felsgebieten handelt es sich auch hier um einen ehemaligen Steinbruch bzw. natürliche Gesteinsformation. Auch wenn die Linien abgesichert sind, können sich jederzeit lose Steine oder feine Schieferablösungen zeigen. Jede Kletterin und jeder Kletterer bewegt sich eigenverantwortlich und auf eigenes Risiko. Umsichtige Sicherung, Helm und ein respektvoller Umgang mit Natur und Fels sind selbstverständlich.