Wandern mit Naturkino: Quer durch die Silvretta - BW-2026-03

01.09.2026
Silvretta-Alpen (Österreich) Start und Ende: Galtür / Bielerhöhe
Manfred Blanke

Kondition

Technik

Kategorie

Bergwandern

Beschreibung

Einleitung

Bergseen, saftige Wiesen, schroffe Felsformationen. Die Bergwelt der Silvretta Montafon ist abwechslungsreich – das verrät bereits der erste Blick vom Tal hoch zu den Gipfeln. Und noch etwas regt sich beim ersten Blickkontakt: das Kribbeln in den Zehenspitzen. Zeit wird’s für die nächste Man nehme eine großzügige Portion faszinierende Naturlandschaft, mische diese mit unvergesslichen Glücksmomenten und gebe eine Prise Bergsommer dazu. Und schon hat man sie – Kristallklare Wanderung! Die perfekte Location für den nächsten Sommerurlaub in den Bergen: die Silvretta. Der Berg beginnt hier!

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Tourenverlauf

Tag 1: Ankunft in Galtür

Anreise und Treffen um 16:00 Uhr im Hotel in Galtür auf 1.584 Metern. Gemeinsames Abendessen, erste Besprechung der Route, Überprüfung der Ausrüstung und Kennenlernen der Teilnehmer*innen.

Tag 2: Von Galtür zur Heidelberger Hütte

Nach dem Frühstück beginnt die Wanderung gemächlich. Nach etwa zwei Stunden erreicht die Gruppe die Äußere Larrain Alp (1.880 m), bekannt für ihre ausgezeichnete Käseproduktion. Weiter geht es stetig bergauf zum ehemaligen Grenzhäuschen (2.133 m) und über Bergpfade zum Ritzenjoch (Fuorcia Larein, 2.688 m). Danach Abstieg zur sichtbaren Heidelberger Hütte (2.304 m).

  • Strecke: 14 km

  • Aufstieg: 1.150 hm

  • Abstieg: 470 hm

  • Gehzeit: ca. 5,5 Std.

  • Schwierigkeit: T2

Tag 3: Kronenjoch und Dreitausender

Hinter der Heidelberger Hütte geht es über Wiesen und Geröll steil hinauf zum Kronenjoch (2.980 m), bereits nahe der magischen 3.000er-Marke. Wir besteigen je nach Wegverlauf die Breite Krone (3.079 m), die Bischofsspitze (3.029 m) und den Grenzeckkopf (3.048 m). Über den Grat wird der Futschölpass (2.768 m) erreicht. Hier hat der Felssturz am Fluchthorn die Verlegung des Weges notwendig gemacht. Nach dem Abstieg entlang des Bachs und vorbei am Finanzerstein endet der Tag bei der Jamtalhütte (2.165 m), umgeben von vergletscherten Bergen.

  • Strecke: 14,3 km

  • Aufstieg: 950 hm

  • Abstieg: ca. 1.150 hm

  • Gehzeit: ca. 6,5 Std.

  • Schwierigkeiten: T 3

Tag 4: Zur Wiesbadener Hütte

Ein kleines Bachtal führt steil bergauf (Bachüberquerungen, 725 hm, im letzten Anstieg Seilversicherungen, Geröll etc.) zur Gletschnerscharte (2.839 m) mit weitem Rundblick. Wer mag, kann erste Kletterversuche am Fels Richtung Madlener Spitze unternehmen. Nach einem Abstieg (zunächst steil) wird ein Bach (2.340 m) überquert. Dann folgt ein letzter Anstieg am Radsee vorbei bis zum Radsattel (2.652 m) und schließlich ein Abstieg zur Wiesbadener Hütte (2.444 m), stets mit Blick auf die beeindruckende Gletscherwelt um den Piz Buin (3.312 m).

  • Strecke: 10 km

  • Aufstieg: 1.150 hm

  • Abstieg: ca. 850 hm

  • Gehzeit: ca. 6:00 – 06:30 Std.

  • Schwierigkeiten: T 3

Tag 5: Gipfeltour zum Hohen Rad

Um die beeindruckende Umgebung so richtig zu genießen, bleiben wir noch eine weitere Übernachtung. Mit leichtem Gepäck geht es erneut über einen versteckten Pfad längs des Silvrettastausess entlang. Dann zunächst gemütlich dann immer steiler zu einer Einsattlung unterhalb des Gipfels. Wer mag kann dort den steigenden Schwierigkeiten aus dem Weg gehen, die anderen steigen weglos Rtg. Gipfel. (Hohes Rad 2.934 m). Die letzten Meter führen über Felsgelände, das eine umfassende Aussicht bietet. Nach dem Abstieg geht es steil herunter zum schon bekannten Radsattel und von dort auf bekanntem Weg zurück zur Hütte.

  • Strecke: 13,7 km

  • Auf- und Abstieg: 1.050 hm

  • Gehzeit: ca. 6 Std.

  • Schwierigkeiten: (Gipfelauf- bzw. -Abstieg T 4) sonst leichter

Tag 6: Ins Klostertal und zur Saarbrücker Hütte

Nach einer kurzen Etappe auf dem breiten Hüttenweg schwenkt der Weg vor dem Silvrettastaussee ins Klostertal ab. Wir folgen dort dem sichtbaren Weg bis zur unbewirtschafteten Kostertalhütte. Von dort steigt der sichtbare Pfad über Schotter und Blockfelsen (eine seilgesicherte Stelle) auf den Lizner Sattel (2.737 m). Wer möchte, kann den Sattelkopf (2.868 m) besteigen. Nach einem steilen Abstieg (Geröll) führt der Weg im weiten Bogen zur Saarbrücker Hütte (2.538 m).

  • Strecke: 11,2 km

  • Aufstieg: 810 hm

  • Abstieg: 720 hm

  • Gehzeit: ca. 6:30 Std.

  • Schwierigkeiten: T 3

Tag 7: Über die Seelücke zur Tübinger Hütte

Da der direkte Weg über die Kromerlücke versperrt ist, geht es über die Seelücke (2.776 m) und die „Schweizer Lücke“ (2.570 m) zum seilversichert Plattenjoch (2.728 m). Die Tübinger Hütte (2.191 m) ist bereits in Sicht. Optionaler Aufstieg (Kletterei im unteren Schwierigkeitsgrad unmarkiert) zur Westlichen Plattenspitze (2.883 m) mit atemberaubendem Rundblick (Schweizer Viertausender). Steiler mühsamer Abstieg zur Hütte.

  • Strecke: 5,7 km

  • Aufstieg: 570 hm

  • Abstieg: 910 hm

  • Gehzeit: ca. 5,5 Std.

  • Schwierigkeiten: (Westliche Plattenspitze T 4) sonst T 3

Tag 8: Finale Etappe und Rückkehr

Am letzten Tag geht es im Auf und Ab zum Hochmaderer Joch (2.505 m) und auch hier optional auf den Hochmaderer (2.823 m). Der Gipfel verlangt auch aufgrund des Geländes den höheren Schwierigkeitsgrad. Zudem kann dieser nur mit Zustimmung der Wartenden erfolgen, da die rund 300 hm zum Gipfel und zurück eine längere Wartezeit beinhaltetet. Anschließend Abstieg, Überquerung eines Bachs (auf einem hoffentlich vorhandenen Holzsteg) und Rückkehr auf die Bieler Höhe. Nach einer Erfrischung bringt der Bus die Gruppe zurück nach Galtür, wo der Ausklang bei einem gemeinsamen Abendessen stattfindet.

  • Strecke: 11,6 km

  • Aufstieg: 770 hm

  • Abstieg: 920 hm

  • Gehzeit: 5:5 Std. (Gipfelbesteigung zusätzlich rund 2:00 Std.)

  • Schwierigkeiten: T 2 (Gipfelbesteigung T 4)

Tag 9: Heimreise

Abreise der Teilnehmer*innen.

Organisation und Hinweise

  • Kursnummer: BW – 03 - 2026

  • Zeitraum: 01.09. – 09.09.2026

  • Teilnehmerzahl: mindestens 5, maximal 11

  • Schwierigkeit: siehe Tagesetappen

  • Eigene Kosten: ca. 680,- € (Übernachtung, Halbpension, Bus); Getränke, eigene Anfahrt und Zusatzkosten extra

  • Anfahrt individuell (Fahrgemeinschaften empfehlenswert)

  • Kursgebühr: 230,- € plus 15,- € Klimabeitrag = 245,- €

  • Anmeldeschluss: 01.06.2026

  • Es gelten die Touren/Teilnehmerbedingungen der Sektion Gummersbach

  • Tourenleiter: Manfred Blanke ([email protected]) 0170 16 984 92